Dampfspeicherlok B-fl

ex Raffinerie Schwechat

Technische Daten

Verfügbarkeit: Derzeit nicht betriebsfähig im Historama Ferlach hinterstellt
Baujahr: 1941
Hersteller: Wiener Lokomotivfabrik Floridsdorf
Masse: 20,8 t
Länge über Puffer: 6,11 m
Speicher: Dampfspeicher 13 bar
Leistung: 250 PS (182 kW)
Höchstgeschwindigkeit 30 km/h
Vorbesitzer: Ab 1973 Zellstofffabrik in Villach-St. Magdalen, davor Raffinerie der Nova ErdölgesmbH in Groß Schwechat (spätere ÖMV)

 

Fahrzeuggeschichte

Eine besondere Bauform von Dampflokomotiven sind die feuerlosen Dampfspeicherloks. Für diese Bauform sprechen mehrere Gründe:

  • Die Lok muss ihren Dampferzeuger nicht mit sich mitführen
  • Da es keine Feuerung auf der Lok gibt, ist ein Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen (z. B. Raffinerien) gefahrlos möglich
  • Die Nachbeschaffung von Dampf erfolgt aus einer stationären Anlage, dies ist während Schwachlastzeiten (z. B. in der Nacht) ökonomisch sinnvoll möglich

Unsere Lokomotive wurde 1941 von der Wiener Lokomotivfabrik Floridsdorf gebaut und an die Raffinerie Schwechat geliefert.

1973 gelangte sie zur Zellstofffabrik in Villach-St. Magdalen der Borregaard Industries Ltd., wo sie bis 1987 den Verschub im Werksgelände erledigte. Nach Schließung des Werks stand sie bis 1993 im Freien, bevor sie von den NBiK übernommen wurde.

Gezogen von einer Diesellok der Reihe 2068 gelangte sie auf eigenen Rädern nach Ferlach und wartet dort auf eine ausstellungsgerechte Aufarbeitung für das vereinseigene Technikmuseum „Historama“. Da die Ära der Dampfspeicherloks in Österreich praktisch zu Ende ist, kommt dieser Maschine eine besondere museale Bedeutung zu.

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